Einträge tagged ‘Gedicht 2009

29
Okt
09

Herbstwinde

Noch immer wand’re ich allein
durch der Nebel Schattenwand
Hohl klingen leere Phrasen
hämisch grinsend, in buntem Gewand.

Je länger ich folge des Weges Windung
wächst im Dämmerlicht Erkenntnisfindung,
steigt Nebel in des Herbstes Wipfel,
treibt Hirnes Klarheit auf den Gipfel.

Der Sturm kriecht wohlig über wachsweiße Haut,
raschelt kalt durch das brauntote Laub,
Vom Herbstwinden getragen möchte ich sein,
wand’re durch die Schatten allein.

AR291009

18
Mär
09

Salve

Ohne weitere Worte….

 

Ausgebrannt.

Leer.

Alles ist gesagt.

Jetzt noch weiter im Detail zu bohren,

wäre nur gewagt.

Lass uns eine dunkle Decke legen über die letzten Minuten

die Nacht zieht auf, der Tag ist alt

versiegt der Augen Fluten.

 

Mit gütlich überlegenem Lächeln wird die kalte Nacht

vom rund weiß- gelblich stehenden Mond am Himmel überwacht.

Stille zieht in mein Gemüt,

nach dem Gefühlsorkan,

nur noch im leichten Winde weht,

dein aufgebrachter Egowahn.

 

Das letzte Sandkorn in der Hand schreit:

„nehmt euch doch nicht so wichtig“

Hebt man nach dem Sturm die Decke an,

war der Grund doch nichtig.

05
Mär
09

Salve

und noch’n Gedicht (entschuldigt das Kalauern)

Hohler Räume lautes Klingen

Stimmen klingen in den Ohren
mein Gehirn ist eingefroren
kreischt lautes Leben bunt vorbei
Ich halt mich fest am Einheitsbrei.

Hirnverbranntes
Sinnentleertes
tief in mir beginnt und gährt es
und doch ist nirgends um mich Denken
oder Suchen
nur fremdes Lenken und ergeb’nes Fluchen.

Akzeptierte Situation
ändern dürfen ruhig die Anderen
wir sind gut im Kritisieren
bis zur nächsten Lebensstation
wir als große Herde wandern
ohne denken, ohne handeln,
gleich den fremdversorgten Tieren.